Warum dein Kind ausrastet, wenn der Bildschirm ausgeht
Shownotes
Heute schließen wir die Serie zum Schulstart mit dem Baustein ab, der alles zusammenhält, den Medien. Ich erkläre dir, was Dopamin im Kopf deines Kindes auslöst, warum Hausaufgaben danach so reizlos wirken und warum die Explosion beim Ausschalten des Bildschirms mit Biologie zu tun hat. Mit dem Bild vom Baum siehst du, warum Medienüberreizung die Wurzel ist, an der Konzentration, Wutausbrüche und Rückzug hängen, und du bekommst eine Aufgabe für diese Woche, die mit einem Gespräch beginnt.
Du erfährst heute:
Was beim Zocken, Scrollen und Chatten im Gehirn deines Kindes passiert und warum Bücher, Gespräche und Stille danach flach wirken
Warum dein Kind bei den Hausaufgaben zehnmal aus dem Fenster schaut und Konzentration wie ein Muskel funktioniert, der trainiert werden will
Was hinter Tränen, Schreien und Türenknallen steckt, wenn du sagst: Bildschirm aus
Warum dein Kind auf „Wie war die Schule?“ nur noch „Gut“ antwortet und du nicht mehr rankommst
Das Paradoxe an der Bildschirmzeit, die den Nachmittag rettet und den nächsten schwerer macht, und warum du als Erwachsene dasselbe Muster kennst
Das Bild vom Baum: Warum du an den Ästen arbeitest, solange die Wurzel unberührt bleibt
Wie alle Folgen dieser Serie mit dem Thema Medien zusammenhängen
Warum Medienregeln meist nur ein paar Wochen halten und was dein Kind auf deine Seite bringt
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Transkript anzeigen
00:00:00: Willkommen zur letzten Folge dieser kleinen Serie.
00:00:03: Wir haben ja schon viel angeschaut die letzten Wochen deinen Fokus mit ein Kind lernt, warum willenskraft kein System ist was es kostet Dinge weiter laufen zu lassen und wie innere Führung entsteht.
00:00:14: und heute kommt der Baustein der alles zusammenhält um.
00:00:16: ich sage dir gleich das kann unangenehm werden.
00:00:19: Es geht um die Medien.
00:00:26: Schulerfolg einfach gemacht.
00:00:28: Das ist der Podcast für leichtes Lernen!
00:00:32: Mein Name ist Petra Trautwein und ich freue mich, dass du heute da bist.
00:00:41: Fangen wir mit dem an was tatsächlich im Kopf deines Kindes passiert.
00:00:45: Stell dir vor dein Kind geht morgens in die Schule.
00:00:48: es soll zuhören denken lesen schreiben sich konzentrieren.
00:00:52: aber das Gehirn das es mitbringt ist nicht ausgeruht Es ist vorgereizt.
00:00:59: Dafür brauchen wir jetzt ein bisschen Biologie und ich mache das ganz kurz, sodass du das verstehst.
00:01:04: Du weißt ja schon – Ich bin auch keine Biologin!
00:01:07: Wenn Kinder online spielen wenn sie durch Social Media scrollen oder auch beim Chatten schüttet es Gehirn Dopamin aus viel Dopamin schnell intensiv und ohne Pause weil bei diesen ganzen Online-Aktivitäten sehr viele Reize da sind.
00:01:24: Dopamin ist der Bodenstoff für Belohnung, für Motivation und für Freude.
00:01:29: Das Gehirn sagt oh das ist super bitte mehr davon!
00:01:33: Übrigens der Grund warum wir so schlecht aufhören können.
00:01:36: Und genau das ist das Problem.
00:01:39: wenn sich des Gehirns daran gewöhnt Alles was danach kommt Hausaufgabengespräche Bücher stille wird im Vergleich erreizlos flach und langweilig und zwar nicht weil dein Kind schwierig isst sondern weil sein Belohnungssystem auf einem ganz anderen Level ist, das du im Alltag gar nicht mehr erreichst.
00:02:02: Und jetzt möchte ich dir gerne erzählen wie es aussieht wenn wir es als Eltern erleben!
00:02:08: Du sitzt mit deinem Kind bei den Hausaufgaben?
00:02:10: Es schaut Zehmann aus dem Fenster, liest den gleichen Satz dreimal und fragt wann es fertig ist bevor sie überhaupt angefangen hat.
00:02:18: Du denkst es will nicht, es ist unkonzentriert.
00:02:21: vielleicht stimmt ja was nicht?
00:02:24: Was aber wirklich passiert, ein Gehirn das auf schnelle Reize konditioniert ist kann mit langsamer linearer Aufmerksamkeit nichts mehr anfangen.
00:02:35: Konzentration ist wie ein Muskel und der Muskel wurde nie trainiert weil er nie gebraucht wurde.
00:02:42: Dein Kind ist also nicht zerstreut sondern überstimuliert!
00:02:48: Noch ein Bild für dich Dein Kind sagt, Julia ist langweilig.
00:02:52: Lesen macht keinen Spaß.
00:02:54: Mathe, wofür soll ich das können?
00:02:55: Dafür gibt es doch Google und du denkst dir wie soll das später werden?
00:03:00: Das Kind hat keine Motivation!
00:03:02: Was wirklich passiert?
00:03:05: Das Belohnungssystem ist so hochgepegelt dass normales Lernen nicht mehr ankommt.
00:03:12: Kein Buch schlägt ein Spiel Kein Lehrer schlägt einen YouTube-Kanal und zwar nicht weil das Kind falsch ist, sondern weil der Maßstab komplett verschoben ist.
00:03:22: Und jetzt kommt das was in den meisten Familien die lautesten Szenen macht!
00:03:27: Du sagst, Bildschirm bitte aus und dann kommt die Explosion, Tränen, Schreien, Türen knallen.
00:03:33: ich hasse dich.
00:03:35: du denkst dir warum so dramatisch?
00:03:38: Was ist denn bei uns los?
00:03:39: Das stimmt mit uns bloß nicht.
00:03:41: Was wirklich passiert?
00:03:45: Der Medienabbruch, das ist es nämlich dann für das kindliche Nervensystem wie ein Entzug.
00:03:51: Buchstäblich wie einen Entzug!
00:03:53: Das Dopamin bricht weg und das System bricht mit ein.
00:03:59: Und was du dann siehst, ist keine Trotzreaktion sondern eine Regulationsverlust.
00:04:05: Das Kind bricht zusammen Weil das Nervensystem in diesem Moment sich nicht regulieren kann und keinerlei Werkzeuge hat außer diesem Zusammenbruch.
00:04:16: Und dann gibt es noch eine ganz leise Szene, wenn du fragst, je war die Schule?
00:04:22: Die Antwort ist gut!
00:04:24: Was habt ihr gemacht?
00:04:26: Nichts.
00:04:27: Wie geht's dir?
00:04:29: Weiß'nicht?
00:04:30: Oder ganz okay Du spürst, dass es eben oder eher gar nicht gut geht Aber du kommst nicht dran.
00:04:39: Was wirklich passiert?
00:04:41: Ein Kind, dessen emotionale Welt hauptsächlich auf dem Bildschirm stattfindet verlernt wie echte Verbindung geht.
00:04:50: Wie ein Gespräch geht, wie er sich mitteilt, wie es fühlt und davon erzählt und nicht weil es das nicht will, sondern weil es es gerade nicht gut kann.
00:05:01: Vielleicht ist dir das schon aufgefallen dass viele Jugendliche Erwachsene gar nicht gut angucken können wenn sie mit ihnen sprechen, weil sie das einfach nicht mehr gewohnt sind?
00:05:11: Und das Paradoxe an der ganzen Sache was machen wir, wenn das Kind quengelt Wenn wir erschöpft sind, wenn der Nachmittag zu lang wird?
00:05:19: Wir geben Bildschirmzeit Weil es funktioniert!
00:05:24: Sofort Kette Frieden ein.
00:05:27: Und gleichzeitig erschaffen wir aber damit genau das, was den nächsten Nachmittag noch schwerer macht!
00:05:33: Das ist System verstärkt sich sozusagen selbst immer wieder ganz von allein ohne dass irgendjemand irgendwas falsch macht.
00:05:42: Und ich möchte hier ganz ehrlich mit dir sein, wir Erwachsenen sind da ja nicht anders.
00:05:46: Wie oft greifst du denn zum Handy wenn du Kunstpause machen willst?
00:05:50: Wie oft scrollst du abends obwohl du eigentlich schlafen wolltest?
00:05:53: Wie often hast Du es weggelegt und fünf Minuten später hast Du's schon wieder in der Hand?
00:05:59: Dein Nervensystem reagiert auf das gleiche Muster!
00:06:04: Unser Gehirn ist nur ausgereift und deswegen sind die Folgen wie weniger dramatisch, aber der Mechanismus ist genau da gleiche.
00:06:14: Und genau das macht es so schwer einfach nur Grenzen zu setzen weil du nämlich selbst mittendrin steckst.
00:06:21: und damit sind wir bei einem Bild, dass für mich alles zusammen rühnt.
00:06:27: Stell dir einen Baum vor!
00:06:29: Du siehst Wegeblätter, dürre Äste Früchte die nicht reifen und dann gießt du die Blätter, du stützt die Äste Und es hilft kurz, aber es hält nicht.
00:06:43: Warum?
00:06:44: Weil das Problem nicht oben sitzt an den Ästen und Blättern Es ist unten an der Wurzel.
00:06:53: Medienüberreizung ist die Wurzel.
00:06:56: Alles andere Lernprobleme Konzentration Wutausbrüche Schlaf Der Rückzug Die Stimmung zwischen euch all des sind Äste.
00:07:04: Wer nur an den Esten arbeitet kommt nicht weiter Und deswegen bist du bisher auch nicht dauerhaft weitergekommen, obwohl du das so sehr wolltest.
00:07:17: Schauen wir kurz zurück auf die ganze Serie Denn eigentlich war es die ganze Zeit schon da.
00:07:24: In der ersten Folge ging es um deinen Fokus.
00:07:28: Aber wie soll den Fokus entstehen?
00:07:30: Wenn dein Nervensystem den ganzen Tag durch Benachrichtigungen unterbrochen wird.
00:07:35: Wenn du selbst nie zur Ruhe kommst, wenn du abends nur noch skrollst weil du zu nichts anderem mehr fähig bist dann ging es um deinen Akku in der dritten Folge.
00:07:46: und was zieht denen am schnellsten leer?
00:07:49: Dauerreizung ständige Ablenkung immer erreichbar das Handy auf dem Tisch auch wenn du nicht drauf schaust kostet schon Konzentration.
00:07:59: In der vierten Folge ging es dann um die Kosten des Wartens, jeder Tag an dem Medienkonsum unstrukturiert bleibt ist ein Tag, an dem das kindliche Gehirn ein Stück weiter konditioniert wird.
00:08:13: Leise wieder Trampelfahrt, der zu Straße wird!
00:08:18: Und in der fünften Folge ging's dann um Führung.
00:08:21: Aber wie wirst du denn innerlich klar sein wenn Bildschirmzeiten jeden Abend neu verhandelt werden?
00:08:27: Wenn die Frage Wie lang darf ich noch jeden Tag eine andere Antwort hat?
00:08:34: Medienordnung ist für mich Familienordnung, und zwar nicht weil Medien das Wichtigste sind sondern weil sie der Bereich sind in den Familien am meisten kämpfen heutzutage.
00:08:46: Und jetzt zu der Frage die du dir vielleicht gerade stellst was mache ich denn dann?
00:08:51: Ich geb dir zuerst mal etwas was du nicht tun sollst, denk das würde dich überraschen.
00:08:56: Fang nicht mit einer Regel an.
00:09:00: Eine Regel ist eine Vereinbarung, die jemand durchsetzen muss und diese jemand bist du – jeden einzelnen Tag!
00:09:08: Wer achtet darauf, dass sie eingehalten wird?
00:09:11: Wer merkt wenn es zehn Minuten länger geworden sind?
00:09:14: Wer diskutiert am Freitag über die Ausnahme?
00:09:17: Und wer ist die Böse, wenn das Handy wegelegt werden muss?
00:09:21: Deswegen halten Medienregeln bei den meisten Familien nur ein paar Wochen Nicht weil sie schlecht gemacht sind, sondern weil Sie deine Kraft brauchen um zu gelten.
00:09:33: Und Deine Kraft ist begrenzt – das wissen wir aus.
00:09:36: Folge Nummer drei.
00:09:38: Regeln arbeiten gegen dein Kind?
00:09:41: Ein System arbeitet mit ihm!
00:09:45: Der Unterschied ist also dass dein Kind versteht selbst was in seinem Kopf passiert wenn es drei Stunden gezockt hat.
00:09:51: Es merkt dass es danach nicht mehr lernen kann und dann braucht das keine Regel mehr, weil er seine eigenen Gründe hat und kennt.
00:10:00: Und auch wenn es sich nicht sofort immer leicht daran hält – Es ist eine ganz andere Voraussetzung!
00:10:07: Deswegen ist die Aufgabe für diese Woche keine Regel sondern ein Gespräch.
00:10:12: Setz dich mal mit deinem Kind hin in einem ruhigen Moment Nicht mitten im Streit und erklär ihm was du heute hier in Portrast gehört hast.
00:10:21: Halt das gerecht natürlich und vor allem ohne Vorwurf.
00:10:25: Dass das Gehirn beim Zocken einen Stoff ausschüttet, der sich großartig anfühlt?
00:10:30: Dass danach alles andere langweilig wirkt?
00:10:33: Und dass es nichts mit ihm zu tun hat sondern mit Biologie?
00:10:36: Das Spiele genau so gebaut sind damit das passiert absichtlich so gebaut ist.
00:10:43: Und dann fragts mal ob das das selber schonmal bemerkt hat Und du wirst vielleicht überrascht sein, denn die Kinder erkennen sich sehr schnell darin wieder.
00:10:53: Und Kinder, die das verstehen was mit ihnen passiert sind dann auf deiner Seite und nicht mehr gegen dich!
00:11:00: Und es ist kein Trick um sie zum Aufhören zu bringen sondern der Anfang von etwas ganz Anderen.
00:11:07: Und weil das die letzte Folge ist möchte ich dir zum Schluss noch etwas sagen.
00:11:12: Du hast sechs Folgenlern zugehört.
00:11:15: Das machen nicht viele.
00:11:17: Die meisten Menschen hören sich Dinge an und machen weiter nie bisher.
00:11:22: Und wenn das jetzt meine erste Folge ist, dann hört ihr die anderen fünf einfach nur mal kurz danach an!
00:11:29: Du hast hingeschaut bei deinem Kind und auch bei dir – und das ist der einzige Ausgangspunkt den es überhaupt gibt.
00:11:38: Und vielleicht merkst du gerade dass da mehr ist als du in sechs Folgen bearbeiten kannst?
00:11:43: Das stimmt!
00:11:44: Die Serie zeigt dir, was los ist.
00:11:48: Sie kann dir aber nicht zeigen wie es du bei euch zu Hause umsetzt wenn's schwierig ist.
00:11:52: Dafür brauchst Du jemand der genau hinschaut Der sieht in welche Muster du rutscht bevor du selber merkst und er dabei bleibt ins Anstrengend wird.
00:12:03: Genau das mache ich in der Ausbildung zum Smart Kids Coach Acht Monate live mit mir Etwa zwei Stunden in der Woche und wir fangen genau mit dem Thema an über das wir heute gesprochen haben, weil es die Wurzel ist.
00:12:18: Wenn dich das interessiert dann lass uns einfach sprechen.
00:12:21: Dreißig Minuten nur für beide?
00:12:23: Es kostet dich nichts außer Zeit und wir schauen ob das zu dir passt!
00:12:31: Folge, das hat mich richtig getroffen und genau damit möchte ich anfangen.
00:12:36: Dann lade ich dich ein ins Mediencoaching nach der Spiel-Bestseller-Methode.
00:12:41: händifrei begleite ich dich in einer Gruppe von bewussten Eltern sechs Wochen lang durch den Prozess dass bei euch der Umgang mit Handy und Medien zu Hause bewusst funktioniert.
00:12:55: wir machen einen Medienvertrag Wir reden darüber, wie ihr das Handy nutzt.
00:12:59: Wie er in die Führung kommt?
00:13:00: Wie Ende Klarheit kommt und welche Redeln für euch ganz speziell wichtig sind!
00:13:08: Ich sehe sehr schnell, woran es bei Euch hakt... Und das mache ich einerseits im Medienkonschem und andererseits natürlich in der Akademie.
00:13:17: Das mache ich sogar schon im Kennenlerngespräch Weil viele Frauen sagen mir dann, dass sich dabei schon was verschoben hat Ganz unabhängig davon, ob sie danach etwas gebucht haben oder nicht.
00:13:41: Und wenn du lieber erst mal in hohe schauen möchtest, kannst du dir die Aufzeichnungen der Coachingwoche anfordern.
00:13:47: Denn da gehen wir mit all diesen Themen nochmal richtig tiefer bediskutieren und schauen eure Beispiele an.
00:13:53: Ich schick dir die aufzeichnenden gerne zu.
00:13:56: Schreib eine Mail an Petra at petradraudweil.com oder trag dich unten über den Link ein!
00:14:05: Ich danke dir, dass du diese sechs Folgen mit mir gegangen bist und ich wünsche dir und deiner Familie von Herzen Leichtigkeit Verbindung und das Gefühl auf dem richtigen Weg zu sein.
00:14:16: Sei liebevoll mit dir!
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